25. Januar 2010
Nie sollst du mich befragen
Ins Netz gegangen - eine "Lohengrin-Organisation" gefangen: so auch heute. Beim Stöbern nach sozialen Projekten für Kinder und Jugendliche googelt mir eine aus Bremen entgegen. Unter "Kontakte" steht die Telefonnummer. Hörer geschnappt, Anschluss gefunden. Eine weibliche Stimme sagt: "Schön, dass Sie sich als Redakteur für uns interessieren." Ich bitte um Rückruf des Projektleiters.
Der leuchtet mir eine halbe Stunde später auf dem Display entgegen. Doch das ahne ich nicht. "Verborgen" steht dort. Ich rechne mit einem Anruf irgendeiner Gewinnzentrale, die mir versichert, dass ich... Statt dessen: Eine männliche Stimme fragt: "Was gibt es?" Ich will wissen: "Mit wem spreche ich?" Nun nennt er seinen Namen. Dass ich über das Bremer Projekt berichten möchte, scheint Udo C. nicht sonderlich zu interessieren. Er sei zwar der Projektleiter, aber ansonsten in der Mittagspause. Eine mail-Adresse könne er mir auch nicht nennen. Sein Vorschlag: "Informieren Sie sich im Internet." Udo C. klingt gehetzt. Sagt, dass er wieder auflegen müsse. Macht er wenige Sekunden später.
Von Presse-Arbeit hält Udo C. wohl nichts. Wie andere "Lohengrin-Organisationen" auch. Kommunikativ scheint Deutschland zu den Entwicklungsländern zu gehören. Dafür spricht: Ein Drittel aller Anfragen per mail wird nie beantwortet. Sucht man Hilfe am Telefon, muss man erst einmal in einer Warteschleife blechen, bis man an den Falschen gerät.
Bei 1 und 1 soll das anders sein. Da gibt es laut Werbung neuerdings einen Kundenberater, der sich mit seinem Team um Probleme kümmert, bis sie behoben sind. Morgen erzählen die mir ein anderes Märchen. Denn: Ich habe ein Problem mit dem Homepage-Baukasten. Die 1 und 1-Antwort: Solche Probleme gebe es zuhauf. Ich soll mir also nichts draus machen? Oder den Anbieter wechseln?
Auch solche Fragen werden "Lohengrin-Organisationen" nicht beantworten...Und sich so selbst schaden.
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Montag, 25. Januar 2010
Montag, 14. Dezember 2009
Staatsanwalt einschalten?
14. Dezember 2009
Lasset die Rezensenten zu mir kommen?
„Lasset die Rezensenten zu mir kommen und wehret ihrer nicht, denn sie schreiben auch über Bücher, die sie nicht gelesen haben (können).“ Dieses Kunststück bringt bei Amazon nicht nur jemand zustande, der sich „Morgenländer“ nennt und angeblich in Bremen wohnt. Der erfindet einen Professor und schiebt ihm eine Buchempfehlung unter, die ebenfalls frei erfunden ist und mit der einem Schriftsteller geschadet werden soll. Unfug machen können aber auch andere. Zum Beispiel eine gewisse W., die wie eine Besessene in ihren Fantasiebeiträgen den Rezensionsstil einer Frankfurterin kopiert. Diese Frau wohnt angeblich in Remscheid.
Sie führen seit Monaten einen Nervenkrieg gegen die aktuelle Nummer 2 in der Rezensentenliste. Dabei nutzen sie jede Möglichkeit, die dieser Online-Einzelhändler ihnen bietet - sie lassen per Klick Kommentare unsichtbar werden, weil die angeblich nicht zur Diskussion über einen Beitrag der Frankfurterin gehören. Sie bewerten Rezensionen von Helga König schneller als ein Ferrari auf Touren kommt. Sie lauern am Computer auf Stellungnahmen, die ihnen nicht passen. Und fallen über den Kommentator in einer Art und Weise her, dass sich neutrale Beobachter die Augen reiben müssen.
Ein Experte für Cybermobbing sagt dazu: „Was im Internet geschieht, ist manchmal sehr erschreckend. Meistens bleiben solche Leute anonym. Bei Amazon müsste sich aber feststellen lassen, wer sich hinter erfundenen Namen verbirgt. Schließlich muss man ein Buch bestellen, bevor man an der Community teilnehmen darf.“
W. verteilt sogar in ihrem Profil Seitenhiebe auf die Nummer 2: „Ich habe keine Lust, mich kritisch mit etwas auseinanderzusetzen oder gar Rezensionen abzuliefern, bei denen ich denken muss.“
Einer Studie zufolge sind Kundenurteile wichtig für Kaufentscheidungen im Internet. Helga König hat sich vorgenommen, nur Produkte vorzustellen, die ihr gefallen. Das gefällt „Morgenländer“, das gefällt W. und das gefällt anderen nicht. Sie machen so lange alles von der Frankfurterin Geschriebene nieder, bis mindestens die Hälfte der Kommentare zu ihren Beiträgen wieder verschwunden ist.
Das sieht dann so aus:
Laasiram meint: Die meisten Kunden meinen, dass der Beitrag nicht zur Diskussion gehört.
@Laasiram
Schade, ich dachte doch, das Sie als Studentin wissen was ich mit meinen Kommentaren meinte. Hier nun die Auflösung - es sind, halten Sie sich fest, die von meiner Person erstellten Niederschriften. Sollte nochwas unklar sein, fragen Sie Ihren Professor.
Lapepe meint: Oh, wie schlagFertig ist meine Liebe.
Der Verkaufs-Sache von Amazon dient derlei Sinnentleertes sicher nicht. Trotzdem schaut der Online-Einzelhändler tatenlos zu und ermuntert auf diese Weise eine Handvoll Blödsinntreibender zu immer neuem Schabernack mit einer Rezensentin, die sie sogar noch morgens um halb vier aufs Korn nehmen. Diese Frage drängt sich geradezu auf: Warum schreitet der Online-Einzelhändler nicht ein? Muss erst ein Staatsanwalt ermitteln?
Lasset die Rezensenten zu mir kommen?
„Lasset die Rezensenten zu mir kommen und wehret ihrer nicht, denn sie schreiben auch über Bücher, die sie nicht gelesen haben (können).“ Dieses Kunststück bringt bei Amazon nicht nur jemand zustande, der sich „Morgenländer“ nennt und angeblich in Bremen wohnt. Der erfindet einen Professor und schiebt ihm eine Buchempfehlung unter, die ebenfalls frei erfunden ist und mit der einem Schriftsteller geschadet werden soll. Unfug machen können aber auch andere. Zum Beispiel eine gewisse W., die wie eine Besessene in ihren Fantasiebeiträgen den Rezensionsstil einer Frankfurterin kopiert. Diese Frau wohnt angeblich in Remscheid.
Sie führen seit Monaten einen Nervenkrieg gegen die aktuelle Nummer 2 in der Rezensentenliste. Dabei nutzen sie jede Möglichkeit, die dieser Online-Einzelhändler ihnen bietet - sie lassen per Klick Kommentare unsichtbar werden, weil die angeblich nicht zur Diskussion über einen Beitrag der Frankfurterin gehören. Sie bewerten Rezensionen von Helga König schneller als ein Ferrari auf Touren kommt. Sie lauern am Computer auf Stellungnahmen, die ihnen nicht passen. Und fallen über den Kommentator in einer Art und Weise her, dass sich neutrale Beobachter die Augen reiben müssen.
Ein Experte für Cybermobbing sagt dazu: „Was im Internet geschieht, ist manchmal sehr erschreckend. Meistens bleiben solche Leute anonym. Bei Amazon müsste sich aber feststellen lassen, wer sich hinter erfundenen Namen verbirgt. Schließlich muss man ein Buch bestellen, bevor man an der Community teilnehmen darf.“
W. verteilt sogar in ihrem Profil Seitenhiebe auf die Nummer 2: „Ich habe keine Lust, mich kritisch mit etwas auseinanderzusetzen oder gar Rezensionen abzuliefern, bei denen ich denken muss.“
Einer Studie zufolge sind Kundenurteile wichtig für Kaufentscheidungen im Internet. Helga König hat sich vorgenommen, nur Produkte vorzustellen, die ihr gefallen. Das gefällt „Morgenländer“, das gefällt W. und das gefällt anderen nicht. Sie machen so lange alles von der Frankfurterin Geschriebene nieder, bis mindestens die Hälfte der Kommentare zu ihren Beiträgen wieder verschwunden ist.
Das sieht dann so aus:
Laasiram meint: Die meisten Kunden meinen, dass der Beitrag nicht zur Diskussion gehört.
@Laasiram
Schade, ich dachte doch, das Sie als Studentin wissen was ich mit meinen Kommentaren meinte. Hier nun die Auflösung - es sind, halten Sie sich fest, die von meiner Person erstellten Niederschriften. Sollte nochwas unklar sein, fragen Sie Ihren Professor.
Lapepe meint: Oh, wie schlagFertig ist meine Liebe.
Der Verkaufs-Sache von Amazon dient derlei Sinnentleertes sicher nicht. Trotzdem schaut der Online-Einzelhändler tatenlos zu und ermuntert auf diese Weise eine Handvoll Blödsinntreibender zu immer neuem Schabernack mit einer Rezensentin, die sie sogar noch morgens um halb vier aufs Korn nehmen. Diese Frage drängt sich geradezu auf: Warum schreitet der Online-Einzelhändler nicht ein? Muss erst ein Staatsanwalt ermitteln?
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