Ifo-Präsident ist "Dinosaurier
des Jahres 2009"
Peinliche Auszeichnung
Wie hoch sind diese moralischen Rösser?
Tjaden vs Hahne
Genug gefummelt
Nur noch englischen Forschern glauben
Wettskandal in Santa Fu: Die großen Schokoladen-Hersteller lässt man laufen
Betr. Ritter Sport
Gibt es ein Leben nach dem Mahnbescheid?
Frage an Bertelsmann
Die Leere von Peter Hahne
Unerträgliches Gefasel eines Kolumnisten
Hartz IV und Arbeitspflicht
Offener Brief an Roland Koch
Nie sollst du mich befragen
Lohengrin-Organisationen
Peter Hahne macht für Kinder
ein Märchen wahr
Die Schule pennt
Hausierer kann man abwimmeln
Die GEZ nicht
Zu Ende denken darf man nicht
Peter Hahnes Auswanderer
Jetzt auch bei Emma
Forentrolle
38-Jähriger mit Bekennermut
Warum ist das schlecht so?
Peter Hahne friert wirklich
Der BamS-Kolumnist und der Winter
Nach Hohn und Spott
Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch
Spenden für Flutopfer in Indien
Mail an Deutsche Bischofskonferenz
Rent a Rüttgers
Oder: Rente für Rüttgers?
Besonderes für ganz Besondere?
Peter Hahnes Eliten
Hausverwaltung mit größeren Mängeln/Protokoll einer Wohnungsübergabe
Anjas Erste Property
Petrus spinnt
Erst Regen - dann Regen
Heuschrecken nagen am Häuserbestand/Treureal-Pressesprecher antwortet/Weitere Klagen
Bundesweit Beschwerden
Geistiger Hungertod
Glauben mit der Neuapostolischen Kirche
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Montag, 17. Januar 2011
Sonntag, 28. Februar 2010
Das Elend der Eliten
28. Februar 2010
Etwas Besonderes für ganz Besondere?
Zur Elitenbildung gehört die Legendenbildung - und Peter Hahne ist wohl schon als Kind auf jedes Märchen hereingefallen. Vermutlich deshalb schreibt er in der "Bild am Sonntag" vom 28. Februar 2010: "Dabei hatten wir von unseren Eltern doch früher oft gehört: Nimm dir den oder die zum Vorbild. Gemeint waren meist Vertreter eben jener Elite - Sportler, Unternehmer, Politiker, Künstler oder auch Bischöfe, als man sie noch ´Würdenträger´ nannte." Deren Ruf ist nach Steuersünder-CD, Mietverträgen und Trunkenheitsfahrt erst neuerdings im Eimer?
Dann hat sich meine Großmutter nicht mit Vergangenheit und Gegenwart beschäftigt, sondern mit einer für sie fernen Zukunft, wenn sie sagte: "Es gibt gute Leute, es gibt schlechte Leute. Außerdem gibt es Kaufleute. Vor Letzteren musst du dich in Acht nehmen." Für Peter Hahne dagegen hat es seinerzeit noch "das Beispiel des ´ehrbaren Kaufmanns´" gegeben.
Nicht nur meine Großmutter, auch mein Großvater misstraute bereits vor 60 Jahren diesen so genannten "Eliten". Bevor er sein Radio in Reparatur gab, markierte er alle Röhren, bekam er sein Radio zurück, kontrollierte er alle Röhren und durchschaute auf diese Weise so manchen Betrugsversuch: "Diese Röhre ist nicht neu. Hier ist eine Markierung. Die habe ich gemacht."
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, wusste schon Lenin. Damit hätte auch Margot Käßmann rechnen müssen, als sie sich betrunken hinter das Lenkrad ihres Dienstwagens klemmte. Aber: Wer betrunken ist, wird gelegentlich leichtsinnig. Auch als Landesbischöfin, die in der Nähe des Raschplatzes in Hannover ein paar zuviel genommen hat.
Das mögliche weitere Geschehen: Margot Käßmann blickt auf die Uhr, denkt, es ist Samstag und fast schon 23 Uhr, auf dem Heimweg, der am Rande der Innenstadt entlangführt, sind nur noch wenige Autos unterwegs, weil am Wochenende und zu dieser Zeit niemand mehr zum Rathaus, zum Maschsee oder zu einem Museum unterweg ist, also gehe ich das Risiko ein und morgen steht das Auto vor meiner Tür in der Haarstraße.
Vergessen haben muss sie völlig: Sie hätte auch gleich zum Polizeirevier in Richtung Schützenplatz abbiegen können, wäre auch nicht weiter gewesen als bis zu ihrer Privatwohnung. Wollte sie etwa unterbewusst in die Falle fahren, um so ihr Amt niederlegen zu können nach all dem Wirbel über ihre Afghanistan-Äußerungen?
Als "Würdenträgerin" oder als Mitglied einer "Elite" ist sie an diesem Abend jedenfalls nicht betrunken Auto gefahren, sondern als Frau, deren Verstand benebelt ist. Zu Verstand kam Margot Käßmann wohl erst wieder, als sie in allen Zeitungen stand. Wieder einmal. Als angebliche "Chefin von 25 Millionen Protestanten". Auch so ein Medien-Unsinn. Wer Lutharaner ist, hat weder Chef noch Chefin, der glaubt mal mehr, mal weniger an Gott und nicht daran, dass sein Heil vom Verhalten eines Landesbischofs oder einer Landesbischöfin abhängt.
Wer Elite will, will auch etwas Besonderes für vermeintlich ganz Besondere. Die genau daran scheitern. Dazu noch einmal meine Großmutter: "Wenn dir jemand als Vorgesetzter Angst machen will, dann stell ihn dir auf der Toilette vor. Schon kann er dir keine Angst mehr machen."
Meine Großmutter ist leider schon seit vielen Jahren tot, sonst würde ich vorschlagen: "Gebt ihr die Kolumne von Peter Hahne." Mit dem, was sie schreiben würde, könnte man etwas anfangen...Meine Großmutter jedenfalls hat sich nie Gedanken über das "Elend der Eliten" gemacht - nicht einmal, als Hitler an die Macht kam. Als ihr Abteilungsleiter Anfang Februar 1933 von ihr verlangte: "Ab sofort grüßt du mit Heil Hitler" antwortete sie: "Den kannst du ganz allein heilen." Dabei blieb sie. Punkt.
Etwas Besonderes für ganz Besondere?
Zur Elitenbildung gehört die Legendenbildung - und Peter Hahne ist wohl schon als Kind auf jedes Märchen hereingefallen. Vermutlich deshalb schreibt er in der "Bild am Sonntag" vom 28. Februar 2010: "Dabei hatten wir von unseren Eltern doch früher oft gehört: Nimm dir den oder die zum Vorbild. Gemeint waren meist Vertreter eben jener Elite - Sportler, Unternehmer, Politiker, Künstler oder auch Bischöfe, als man sie noch ´Würdenträger´ nannte." Deren Ruf ist nach Steuersünder-CD, Mietverträgen und Trunkenheitsfahrt erst neuerdings im Eimer?
Dann hat sich meine Großmutter nicht mit Vergangenheit und Gegenwart beschäftigt, sondern mit einer für sie fernen Zukunft, wenn sie sagte: "Es gibt gute Leute, es gibt schlechte Leute. Außerdem gibt es Kaufleute. Vor Letzteren musst du dich in Acht nehmen." Für Peter Hahne dagegen hat es seinerzeit noch "das Beispiel des ´ehrbaren Kaufmanns´" gegeben.
Nicht nur meine Großmutter, auch mein Großvater misstraute bereits vor 60 Jahren diesen so genannten "Eliten". Bevor er sein Radio in Reparatur gab, markierte er alle Röhren, bekam er sein Radio zurück, kontrollierte er alle Röhren und durchschaute auf diese Weise so manchen Betrugsversuch: "Diese Röhre ist nicht neu. Hier ist eine Markierung. Die habe ich gemacht."
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, wusste schon Lenin. Damit hätte auch Margot Käßmann rechnen müssen, als sie sich betrunken hinter das Lenkrad ihres Dienstwagens klemmte. Aber: Wer betrunken ist, wird gelegentlich leichtsinnig. Auch als Landesbischöfin, die in der Nähe des Raschplatzes in Hannover ein paar zuviel genommen hat.
Das mögliche weitere Geschehen: Margot Käßmann blickt auf die Uhr, denkt, es ist Samstag und fast schon 23 Uhr, auf dem Heimweg, der am Rande der Innenstadt entlangführt, sind nur noch wenige Autos unterwegs, weil am Wochenende und zu dieser Zeit niemand mehr zum Rathaus, zum Maschsee oder zu einem Museum unterweg ist, also gehe ich das Risiko ein und morgen steht das Auto vor meiner Tür in der Haarstraße.
Vergessen haben muss sie völlig: Sie hätte auch gleich zum Polizeirevier in Richtung Schützenplatz abbiegen können, wäre auch nicht weiter gewesen als bis zu ihrer Privatwohnung. Wollte sie etwa unterbewusst in die Falle fahren, um so ihr Amt niederlegen zu können nach all dem Wirbel über ihre Afghanistan-Äußerungen?
Als "Würdenträgerin" oder als Mitglied einer "Elite" ist sie an diesem Abend jedenfalls nicht betrunken Auto gefahren, sondern als Frau, deren Verstand benebelt ist. Zu Verstand kam Margot Käßmann wohl erst wieder, als sie in allen Zeitungen stand. Wieder einmal. Als angebliche "Chefin von 25 Millionen Protestanten". Auch so ein Medien-Unsinn. Wer Lutharaner ist, hat weder Chef noch Chefin, der glaubt mal mehr, mal weniger an Gott und nicht daran, dass sein Heil vom Verhalten eines Landesbischofs oder einer Landesbischöfin abhängt.
Wer Elite will, will auch etwas Besonderes für vermeintlich ganz Besondere. Die genau daran scheitern. Dazu noch einmal meine Großmutter: "Wenn dir jemand als Vorgesetzter Angst machen will, dann stell ihn dir auf der Toilette vor. Schon kann er dir keine Angst mehr machen."
Meine Großmutter ist leider schon seit vielen Jahren tot, sonst würde ich vorschlagen: "Gebt ihr die Kolumne von Peter Hahne." Mit dem, was sie schreiben würde, könnte man etwas anfangen...Meine Großmutter jedenfalls hat sich nie Gedanken über das "Elend der Eliten" gemacht - nicht einmal, als Hitler an die Macht kam. Als ihr Abteilungsleiter Anfang Februar 1933 von ihr verlangte: "Ab sofort grüßt du mit Heil Hitler" antwortete sie: "Den kannst du ganz allein heilen." Dabei blieb sie. Punkt.
Sonntag, 14. Februar 2010
Kochs minderwertige Arbeit
14. Februar 2010
BamS-Kolumnist Peter Hahne friert wirklich!
Parteien finanzieren sich nicht nur aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden, sondern auch aus Steuergeldern. Spitzenpolitiker finanzieren ihren Lebensunterhalt nicht nur aus Beraterhonoraren und Aufsichtsratsvergütungen, sondern auch aus Steuergeldern. Setzt man voraus, dass Peter Hahne als Kolumnist der "Bild am Sonntag" das weiß, dann kann man den folgenden Satz nur als Tritt vor das Schienbein werten: "Hessens Ministerpräsident Roland Koch hat recht: Man kann als Gegenleistung für staatliche Unterstützung auch minderwertige Arbeit verlangen."
Aber gemach, gemach: Das ist nur eine Stilblüte von Peter Hahne, dem Schnee, Eis und Frost dermaßen auf den Sender gehen, dass er offenbar nicht mehr weiß, ob und wann ihm Freud beim Schreiben dazwischen funkt. Der Winter hat bei diesem Kolumnisten alles lahm gelegt, Gedankenströme fließen nicht mehr.
Aus der Überschrift erfahren wir, dass sich Peter Hahne gar nicht mit der "minderwertigen Arbeit" des hessischen Ministerpräsidenten beschäftigt, sondern mit der Frage "Ist es moralisch o. k., wenn Arbeitslose Schnee schippen müssen?" Wer so fragt, kennt nur eine Antwort. Die lautet: Das ist gut so.
Ehrenvoll wohl auch, denn der vierte Absatz in Peter Hahnes "Gedanken am Sonntag" lautet: "Es ist ein Armutszeugnis, dass ein zivilisiertes Land mit ein paar Zentimetern Eis und Schnee nicht fertig wird und sich streitet, wer nun zuständig ist, und wie man künftig für mehr Salz und Splitt sorgen kann. Die Bürger sollten sich bei der nächsten Wahl daran erinnern."
Prima Vorschlag! Der Winterdienst wird wahlentscheidend. Nicht die Zahl der armen Kinder, nicht die Zahl der Langzeitarbeitslosen, nicht die Konzeptlosigkeit vieler Politikerinnen und Politiker treibt die Wählerinnen und Wähler um, sondern ausschließlich Peter Hahnes Winterphobie.
Klagen, schreibt dieser Kolumnist häufiger einmal, können die Deutschen am besten. Dieser Ostwestfale ebenfalls - zumindest, wenn Schneeflocken vom Himmel auf die Erde tanzen. Dabei könnte es so einfach sein: Wir lassen den Schnee dort liegen, wo Kinder vergnügt spielen, und machen den Schnee dort weg, wo er bei Frost nach Tauwetter eine Gefahr darstellt.
Schaufel und Schneeschieber schnappen, beim Nachbarn klingeln und fragen, ob er mitmacht. Kann sogar Spaß bringen. Diesen Spaß sollte Peter Hahne nicht nur Arbeitslosen gönnen...
Mit diesem Schluss hat der Kolumnist der "Bild am Sonntag" sicherlich nicht gerechnet, er rechnet damit: "Bestimmt gibt´s jetzt eine heiße Leserdiskussion, weil mancher solche Vorschläge eiskalt empfindet." Auch dieser Satz beweist: Der Mann friert wirklich!
BamS-Kolumnist Peter Hahne friert wirklich!
Parteien finanzieren sich nicht nur aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden, sondern auch aus Steuergeldern. Spitzenpolitiker finanzieren ihren Lebensunterhalt nicht nur aus Beraterhonoraren und Aufsichtsratsvergütungen, sondern auch aus Steuergeldern. Setzt man voraus, dass Peter Hahne als Kolumnist der "Bild am Sonntag" das weiß, dann kann man den folgenden Satz nur als Tritt vor das Schienbein werten: "Hessens Ministerpräsident Roland Koch hat recht: Man kann als Gegenleistung für staatliche Unterstützung auch minderwertige Arbeit verlangen."
Aber gemach, gemach: Das ist nur eine Stilblüte von Peter Hahne, dem Schnee, Eis und Frost dermaßen auf den Sender gehen, dass er offenbar nicht mehr weiß, ob und wann ihm Freud beim Schreiben dazwischen funkt. Der Winter hat bei diesem Kolumnisten alles lahm gelegt, Gedankenströme fließen nicht mehr.
Aus der Überschrift erfahren wir, dass sich Peter Hahne gar nicht mit der "minderwertigen Arbeit" des hessischen Ministerpräsidenten beschäftigt, sondern mit der Frage "Ist es moralisch o. k., wenn Arbeitslose Schnee schippen müssen?" Wer so fragt, kennt nur eine Antwort. Die lautet: Das ist gut so.
Ehrenvoll wohl auch, denn der vierte Absatz in Peter Hahnes "Gedanken am Sonntag" lautet: "Es ist ein Armutszeugnis, dass ein zivilisiertes Land mit ein paar Zentimetern Eis und Schnee nicht fertig wird und sich streitet, wer nun zuständig ist, und wie man künftig für mehr Salz und Splitt sorgen kann. Die Bürger sollten sich bei der nächsten Wahl daran erinnern."
Prima Vorschlag! Der Winterdienst wird wahlentscheidend. Nicht die Zahl der armen Kinder, nicht die Zahl der Langzeitarbeitslosen, nicht die Konzeptlosigkeit vieler Politikerinnen und Politiker treibt die Wählerinnen und Wähler um, sondern ausschließlich Peter Hahnes Winterphobie.
Klagen, schreibt dieser Kolumnist häufiger einmal, können die Deutschen am besten. Dieser Ostwestfale ebenfalls - zumindest, wenn Schneeflocken vom Himmel auf die Erde tanzen. Dabei könnte es so einfach sein: Wir lassen den Schnee dort liegen, wo Kinder vergnügt spielen, und machen den Schnee dort weg, wo er bei Frost nach Tauwetter eine Gefahr darstellt.
Schaufel und Schneeschieber schnappen, beim Nachbarn klingeln und fragen, ob er mitmacht. Kann sogar Spaß bringen. Diesen Spaß sollte Peter Hahne nicht nur Arbeitslosen gönnen...
Mit diesem Schluss hat der Kolumnist der "Bild am Sonntag" sicherlich nicht gerechnet, er rechnet damit: "Bestimmt gibt´s jetzt eine heiße Leserdiskussion, weil mancher solche Vorschläge eiskalt empfindet." Auch dieser Satz beweist: Der Mann friert wirklich!
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Sonntag, 7. Februar 2010
Peter Hahnes Auswanderer
7. Februar 2010
Zu Ende denken darf man nicht
Liest man die Kolumnen von Peter Hahne, sollte man sein Gehirn ausschalten. Wie diesen Sonntag bei „Das Abenteuer Auswandern und der Exodus der besten Köpfe“. Denn: Die Gedanken dieses Ostwestfalen darf man nicht zu Ende denken. Tut man es doch, bleibt es nicht bei Peter Hahnes Satz „Täglich verliert Deutschland ein ganzes Dorf!“
Dann liest man zwischen den Zeilen dieses Kolumnisten der „Bild am Sonntag“: Forscher, Facharbeiter, Ärzte und Handwerker dürfen sich nicht für einen Arbeitsplatz in der Schweiz, in den USA oder in Skandinavien entscheiden, weil sonst eine Rechnung offen bleibt. Auf der stehen die Kosten für die Ausbildung dieser „besten Köpfe“, auf denen Deutschland sitzen bleibt, wenn jemand sein Wissen und sein Können anderswo zur Verfügung stellt. Das darf nicht sein, meint Peter Hahne zwischen mehreren Gedankensprüngen: „Doch wer aus Frust über Bürokratie, hohe Steuern oder schlechte Berufschancen auswandert, …sollte bedenken: Er verdankt Kindheit und Jugend, Bildung und Ausbildung genau diesem ´System´…“
Weiter oben steht zwar, dass Deutschland „endlich“ überall offene Grenzen hat, aber das wäre nach Auffassung von Peter Hahne offenbar nur dann nicht weiter schlimm, wenn ausschließlich „Aussteiger mit Gitarre und Rucksack“ gehen würden. Dabei beruft er sich auf einen Migrationsforscher: „Es besteht die Gefahr, dass die Tüchtigen Deutschland verlassen, während die Chancenlosen bleiben, weil es nirgendwo ein vergleichbares Sozialsystem gibt.“
Im letzten Absatz gibt es zu Peter Hahnes Leidwesen auch noch die Rüstigen. Die lassen sich als Rentnerinnen und Rentner irgendwo im Süden die Sonne auf den Bauch scheinen, bis sie krank und pflegebedürftig werden und „reumütig“ zurückkommen, weil sie „unsere Hochleistungsmedizin oder unser Pflegesystem brauchen“.
Da hilft doch nur eins: Man macht die Grenzen dicht, nimmt jedem Deutschen den Ausweis weg und verdonnert ihn zu lebenslänglich hier geblieben. Das allerdings darf Peter Hahne nicht einmal in der „Bild am Sonntag“ schreiben. Also verharren seine „Gedanken am Sonntag“ stets im nicht zu Ende denken. Das überlässt er jenen Leserinnen und Lesern, die ihr Gehirn beim Studium seiner Ausführungen nicht ausschalten.
Zu Ende denken darf man nicht
Liest man die Kolumnen von Peter Hahne, sollte man sein Gehirn ausschalten. Wie diesen Sonntag bei „Das Abenteuer Auswandern und der Exodus der besten Köpfe“. Denn: Die Gedanken dieses Ostwestfalen darf man nicht zu Ende denken. Tut man es doch, bleibt es nicht bei Peter Hahnes Satz „Täglich verliert Deutschland ein ganzes Dorf!“
Dann liest man zwischen den Zeilen dieses Kolumnisten der „Bild am Sonntag“: Forscher, Facharbeiter, Ärzte und Handwerker dürfen sich nicht für einen Arbeitsplatz in der Schweiz, in den USA oder in Skandinavien entscheiden, weil sonst eine Rechnung offen bleibt. Auf der stehen die Kosten für die Ausbildung dieser „besten Köpfe“, auf denen Deutschland sitzen bleibt, wenn jemand sein Wissen und sein Können anderswo zur Verfügung stellt. Das darf nicht sein, meint Peter Hahne zwischen mehreren Gedankensprüngen: „Doch wer aus Frust über Bürokratie, hohe Steuern oder schlechte Berufschancen auswandert, …sollte bedenken: Er verdankt Kindheit und Jugend, Bildung und Ausbildung genau diesem ´System´…“
Weiter oben steht zwar, dass Deutschland „endlich“ überall offene Grenzen hat, aber das wäre nach Auffassung von Peter Hahne offenbar nur dann nicht weiter schlimm, wenn ausschließlich „Aussteiger mit Gitarre und Rucksack“ gehen würden. Dabei beruft er sich auf einen Migrationsforscher: „Es besteht die Gefahr, dass die Tüchtigen Deutschland verlassen, während die Chancenlosen bleiben, weil es nirgendwo ein vergleichbares Sozialsystem gibt.“
Im letzten Absatz gibt es zu Peter Hahnes Leidwesen auch noch die Rüstigen. Die lassen sich als Rentnerinnen und Rentner irgendwo im Süden die Sonne auf den Bauch scheinen, bis sie krank und pflegebedürftig werden und „reumütig“ zurückkommen, weil sie „unsere Hochleistungsmedizin oder unser Pflegesystem brauchen“.
Da hilft doch nur eins: Man macht die Grenzen dicht, nimmt jedem Deutschen den Ausweis weg und verdonnert ihn zu lebenslänglich hier geblieben. Das allerdings darf Peter Hahne nicht einmal in der „Bild am Sonntag“ schreiben. Also verharren seine „Gedanken am Sonntag“ stets im nicht zu Ende denken. Das überlässt er jenen Leserinnen und Lesern, die ihr Gehirn beim Studium seiner Ausführungen nicht ausschalten.
Sonntag, 31. Januar 2010
Die Schule pennt
31. Januar 2010
Peter Hahne macht für Kinder ein Märchen wahr
Hurra, hurra, die Schule pennt! Liebe Kinder, gebt fein Acht, ich habe euch einen Kolumnisten mitgebracht. Der heißt Peter Hahne, schreibt für die „Bild am Sonntag“ und macht sich heute Gedanken darüber „Why Oettinger must not shame für his Spätzle-English“.
Kinners, der Peter Hahne macht für euch ein Märchen wahr. Kein Unterricht mehr! Keine Paukerei! Nur noch Spiel und Spaß!
Jedes Märchen beginnt mit „es war einmal“. Dieses auch. Es war einmal ein Mann, der hat ein Bundesland regiert, das irgendwo im Süden von Deutschland herumliegt. Dessen Regiererei ist irgendwann peinlich geworden, also schickte man ihn ins Ausland. Wohin, muss euch nicht interessieren. Gelernt wird ja nicht mehr. Dort angekommen, hielt dieser Mann eine Rede in einer Sprache, die er nicht schon als Baby gelernt hat und bis heute nicht beherrscht, sondern in einer fremden, die er ebenfalls nicht beherrscht. Das merkten alle. Nur er nicht.
Macht aber nichts, meint Peter Hahne. Denn - so dieser Kolumnist: Auch andere Politiker haben diese fremde Sprache nicht beherrscht - und Lothar Matthäus wurde trotzdem Weltmeister. So, Kinners, das haut ihr morgen euren Lehrerinnen und Lehrern um die Ohren! Fremde Sprachen werden nicht mehr gelernt! Und was ist mit den anderen Fächern? Kriegen wir auch vom Stundenplan!
Da sich alle Finanzminister irgendwann verrechnet haben, müsst ihr auch nicht mehr Mathe pauken. Da zur Physik die Erfindung der Atombombe gehört, lasst ihr dieses Fach ebenfalls sausen. Chemie hat Verpackungsmüll mit sich gebracht. Runter vom Stundenplan! Routenplaner statt Geographie, Petting statt Biologie.
Hurra, hurra, die Schule pennt! Liebe Kinder, dafür solltet ihr euch bei Peter Hahne bedanken…
P. S. Weg ist das Video bei YouTube
Peter Hahne macht für Kinder ein Märchen wahr
Hurra, hurra, die Schule pennt! Liebe Kinder, gebt fein Acht, ich habe euch einen Kolumnisten mitgebracht. Der heißt Peter Hahne, schreibt für die „Bild am Sonntag“ und macht sich heute Gedanken darüber „Why Oettinger must not shame für his Spätzle-English“.
Kinners, der Peter Hahne macht für euch ein Märchen wahr. Kein Unterricht mehr! Keine Paukerei! Nur noch Spiel und Spaß!
Jedes Märchen beginnt mit „es war einmal“. Dieses auch. Es war einmal ein Mann, der hat ein Bundesland regiert, das irgendwo im Süden von Deutschland herumliegt. Dessen Regiererei ist irgendwann peinlich geworden, also schickte man ihn ins Ausland. Wohin, muss euch nicht interessieren. Gelernt wird ja nicht mehr. Dort angekommen, hielt dieser Mann eine Rede in einer Sprache, die er nicht schon als Baby gelernt hat und bis heute nicht beherrscht, sondern in einer fremden, die er ebenfalls nicht beherrscht. Das merkten alle. Nur er nicht.
Macht aber nichts, meint Peter Hahne. Denn - so dieser Kolumnist: Auch andere Politiker haben diese fremde Sprache nicht beherrscht - und Lothar Matthäus wurde trotzdem Weltmeister. So, Kinners, das haut ihr morgen euren Lehrerinnen und Lehrern um die Ohren! Fremde Sprachen werden nicht mehr gelernt! Und was ist mit den anderen Fächern? Kriegen wir auch vom Stundenplan!
Da sich alle Finanzminister irgendwann verrechnet haben, müsst ihr auch nicht mehr Mathe pauken. Da zur Physik die Erfindung der Atombombe gehört, lasst ihr dieses Fach ebenfalls sausen. Chemie hat Verpackungsmüll mit sich gebracht. Runter vom Stundenplan! Routenplaner statt Geographie, Petting statt Biologie.
Hurra, hurra, die Schule pennt! Liebe Kinder, dafür solltet ihr euch bei Peter Hahne bedanken…
P. S. Weg ist das Video bei YouTube
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Sonntag, 17. Januar 2010
Peter Hahnes Leere
17. Januar 2010
Unerträgliches Gefasel eines Kolumnisten
Das Erdbeben auf Haiti hat nichts Gutes, außer man tut es: Das ist die heutige Botschaft von Peter Hahne als Kolumnist der „Bild am Sonntag“, der sich nach einer der „größten Katastrophen in der Menschheitsgeschichte“ (UNO) Gedanken macht „Über unsere tägliche Gier und das Elend der anderen“. Damit aus den Trümmern dort besseres Leben hier wächst, empfiehlt er uns Bescheidenheit und zitiert ein Sprichwort aus Afrika: „Als ich jammern wollte, keine Schuhe zu haben, sah ich jemanden, der keine Füße hat.“
Während sich Hilfsorganisationen fragen, wie sie mit dem Chaos fertig werden können, steht Peter Hahne in einem deutschen Supermarkt vor dem Getränkeregal und sieht „neben Bier, Cola und Säften Dutzende von Wassersorten aus aller Herren Länder…“ Auch aus Haiti? Während Spendenaktionen organisiert werden, liest Peter Hahne die Zeitschrift „Öko-Test“ und stellt fest, dass von 149 getesteten Wassersorten „viele von weit her (kommen) und lächerlich teuer“ sind. Auch aus Haiti?
Das Gefasel dieses Kolumnisten ist oft unerträglich, noch unerträglicher ist es angesichts von wahrscheinlich 200 000 Toten. Die sind ihm weniger wichtig als der Wunsch, dass bei uns aus Denken Danken wird für all das, was Peter Hahne so im Supermarkt sieht. Dann falle uns auch der Verzicht auf eine Gehaltserhöhung und auf eine Reise leicht.
Das soll die Lehre aus diesem Erdbeben sein? Was wäre demnach die Lehre aus mehreren Erdbeben, die sich gleichzeitig ereignen? Verzicht nicht nur auf Gehaltserhöhungen und Reisen, sondern auch noch auf beheizte Wohnungen, drei Mahlzeiten am Tag und ein Bett für die Nacht?
Würde uns Peter Hahne dann erzählen wollen, dass auf dem richtigen Weg der Bescheidenheit sind: Langzeitarbeitslose, die sich nicht beklagen, Kinder, die sich darüber freuen, dass sie in Suppenküchen etwas Warmes zu essen bekommen, Rentnerinnen und Rentner, die sich dafür bedanken, dass ihr schmales Einkommen immer schmal bleiben wird?
Das Beste wäre wohl der Weltuntergang. Dann stünden wir endlich alle - ohne Ausnahme - vor dem Nichts und Peter Hahne würde sich sogleich Gedanken machen über die „Gefahr der Rückkehr von Menschen, die Trümmer für etwas Schreckliches halten“.
Unerträgliches Gefasel eines Kolumnisten
Das Erdbeben auf Haiti hat nichts Gutes, außer man tut es: Das ist die heutige Botschaft von Peter Hahne als Kolumnist der „Bild am Sonntag“, der sich nach einer der „größten Katastrophen in der Menschheitsgeschichte“ (UNO) Gedanken macht „Über unsere tägliche Gier und das Elend der anderen“. Damit aus den Trümmern dort besseres Leben hier wächst, empfiehlt er uns Bescheidenheit und zitiert ein Sprichwort aus Afrika: „Als ich jammern wollte, keine Schuhe zu haben, sah ich jemanden, der keine Füße hat.“
Während sich Hilfsorganisationen fragen, wie sie mit dem Chaos fertig werden können, steht Peter Hahne in einem deutschen Supermarkt vor dem Getränkeregal und sieht „neben Bier, Cola und Säften Dutzende von Wassersorten aus aller Herren Länder…“ Auch aus Haiti? Während Spendenaktionen organisiert werden, liest Peter Hahne die Zeitschrift „Öko-Test“ und stellt fest, dass von 149 getesteten Wassersorten „viele von weit her (kommen) und lächerlich teuer“ sind. Auch aus Haiti?
Das Gefasel dieses Kolumnisten ist oft unerträglich, noch unerträglicher ist es angesichts von wahrscheinlich 200 000 Toten. Die sind ihm weniger wichtig als der Wunsch, dass bei uns aus Denken Danken wird für all das, was Peter Hahne so im Supermarkt sieht. Dann falle uns auch der Verzicht auf eine Gehaltserhöhung und auf eine Reise leicht.
Das soll die Lehre aus diesem Erdbeben sein? Was wäre demnach die Lehre aus mehreren Erdbeben, die sich gleichzeitig ereignen? Verzicht nicht nur auf Gehaltserhöhungen und Reisen, sondern auch noch auf beheizte Wohnungen, drei Mahlzeiten am Tag und ein Bett für die Nacht?
Würde uns Peter Hahne dann erzählen wollen, dass auf dem richtigen Weg der Bescheidenheit sind: Langzeitarbeitslose, die sich nicht beklagen, Kinder, die sich darüber freuen, dass sie in Suppenküchen etwas Warmes zu essen bekommen, Rentnerinnen und Rentner, die sich dafür bedanken, dass ihr schmales Einkommen immer schmal bleiben wird?
Das Beste wäre wohl der Weltuntergang. Dann stünden wir endlich alle - ohne Ausnahme - vor dem Nichts und Peter Hahne würde sich sogleich Gedanken machen über die „Gefahr der Rückkehr von Menschen, die Trümmer für etwas Schreckliches halten“.
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Sonntag, 3. Januar 2010
Tjaden vs Hahne
3. Januar 2009
Wie hoch sind diese moralischen Rösser?
Klar ist: Einer Frau sollte man eher einen Kuss stehlen als die Handtasche. Die moralischen Rösser des Kolumnisten Peter Hahne sind jedoch scheinbar so hoch, dass auch diese Art von Diebstahl von ihm noch streng geahndet werden würde, es sei denn, er ereignet sich im Hafen der Ehe mit päpstlichem Segen. Und mit der Zustimmung von Ingrid Schmidt. Wer das ist? Kriegen wir später.
Erst einmal kriegen wir Peter Hahnes heutige Gedanken „Über den Diebstahl als Regelfall und den Anstand als Ausnahme“. Die drehen sich um ein Interview von „Deutschlands oberster Arbeitsrichterin“. Die heißt - siehe oben - Ingrid Schmidt und fragt sich - wie der Kolumnist der „Bild am Sonntag“: „Wie kommt man eigentlich dazu, ungefragt Maultaschen mitzunehmen. Oder eine Klo-Rolle? Oder stapelweise Papier aus dem Büro?“ Das gehört sich doch nicht. Hat schon Peter Hahnes Großmutter gesagt. Und dieser Muster-Enkel hat sich immer daran gehalten?
Wer es glaubt, füttert nicht nur scheinbar hohe moralische Rösser, der wird auch Kolumnist der „Bild am Sonntag“? Oder „Deutschlands oberste Arbeitsrichterin“, die dieses Kompliment verdient: „Eine Richterin, die so klar denkt und redet wie Frau Schmidt, schafft beste Voraussetzungen dafür, dass das Volk die Urteile versteht, die in seinem Namen gefällt werden“?
Wie hoch die moralischen Rösser von Peter Hahne und Ingrid Schmidt tatsächlich sind, kann man vor jedem Arbeitsgericht in Deutschland erfahren. Fast jede Verhandlung endet mit der Bestätigung einer Kündigung. Als Trostpflaster gibt es eine Abfindung, die man als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter schon beim Gütetermin angeboten bekommt und spätestens bei der Hauptverhandlung akzeptieren muss. Niemand muss eine Klo-Rolle, einen Stapel Papier oder Maultaschen gestohlen haben, um festzustellen, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor Arbeitsgerichten meistens nicht mehr sind als ohnmächtige Abnickerinnen und Abnicker richterlicher Entscheidungen.
Sogar Kündigungen, die mit den Gesetzen nicht in Einklang zu bringen sind, werden irgendwann wirksam gemacht. Beendet ein Chef ein Arbeitsverhältnis per SMS, bekommt sein Anwalt von einem Arbeitsrichter so lange Tipps, bis auch das durchgewinkt werden kann. Erfindet ein Chef Kündigungsgründe, werden diese Erfindungen als „Störung des Vertrauensverhältnisses“ gewertet. Schon ist der Job futsch. Kaum ein Arbeitsrichter gaukelt einem lügenden Boss vor, dass es in Deutschland Kündigungsschutz gibt. Denn: Beide wissen es anders.
Wenn sich Peter Hahne und Ingrid Schmidt schon entrüsten wollen, dann sollten sie sich darüber entrüsten. „Deutschlands oberste Arbeitsrichterin“ könnte sogar handeln. Aber dann müsste sie gegen einen Strom schwimmen, der immer reißender wird. Aber wer wechselt in einem reißenden Strom schon die Rösser? Und wer macht sich schon sonntags wirklich Gedanken? Peter Hahne nie.
Wie hoch sind diese moralischen Rösser?
Klar ist: Einer Frau sollte man eher einen Kuss stehlen als die Handtasche. Die moralischen Rösser des Kolumnisten Peter Hahne sind jedoch scheinbar so hoch, dass auch diese Art von Diebstahl von ihm noch streng geahndet werden würde, es sei denn, er ereignet sich im Hafen der Ehe mit päpstlichem Segen. Und mit der Zustimmung von Ingrid Schmidt. Wer das ist? Kriegen wir später.
Erst einmal kriegen wir Peter Hahnes heutige Gedanken „Über den Diebstahl als Regelfall und den Anstand als Ausnahme“. Die drehen sich um ein Interview von „Deutschlands oberster Arbeitsrichterin“. Die heißt - siehe oben - Ingrid Schmidt und fragt sich - wie der Kolumnist der „Bild am Sonntag“: „Wie kommt man eigentlich dazu, ungefragt Maultaschen mitzunehmen. Oder eine Klo-Rolle? Oder stapelweise Papier aus dem Büro?“ Das gehört sich doch nicht. Hat schon Peter Hahnes Großmutter gesagt. Und dieser Muster-Enkel hat sich immer daran gehalten?
Wer es glaubt, füttert nicht nur scheinbar hohe moralische Rösser, der wird auch Kolumnist der „Bild am Sonntag“? Oder „Deutschlands oberste Arbeitsrichterin“, die dieses Kompliment verdient: „Eine Richterin, die so klar denkt und redet wie Frau Schmidt, schafft beste Voraussetzungen dafür, dass das Volk die Urteile versteht, die in seinem Namen gefällt werden“?
Wie hoch die moralischen Rösser von Peter Hahne und Ingrid Schmidt tatsächlich sind, kann man vor jedem Arbeitsgericht in Deutschland erfahren. Fast jede Verhandlung endet mit der Bestätigung einer Kündigung. Als Trostpflaster gibt es eine Abfindung, die man als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter schon beim Gütetermin angeboten bekommt und spätestens bei der Hauptverhandlung akzeptieren muss. Niemand muss eine Klo-Rolle, einen Stapel Papier oder Maultaschen gestohlen haben, um festzustellen, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor Arbeitsgerichten meistens nicht mehr sind als ohnmächtige Abnickerinnen und Abnicker richterlicher Entscheidungen.
Sogar Kündigungen, die mit den Gesetzen nicht in Einklang zu bringen sind, werden irgendwann wirksam gemacht. Beendet ein Chef ein Arbeitsverhältnis per SMS, bekommt sein Anwalt von einem Arbeitsrichter so lange Tipps, bis auch das durchgewinkt werden kann. Erfindet ein Chef Kündigungsgründe, werden diese Erfindungen als „Störung des Vertrauensverhältnisses“ gewertet. Schon ist der Job futsch. Kaum ein Arbeitsrichter gaukelt einem lügenden Boss vor, dass es in Deutschland Kündigungsschutz gibt. Denn: Beide wissen es anders.
Wenn sich Peter Hahne und Ingrid Schmidt schon entrüsten wollen, dann sollten sie sich darüber entrüsten. „Deutschlands oberste Arbeitsrichterin“ könnte sogar handeln. Aber dann müsste sie gegen einen Strom schwimmen, der immer reißender wird. Aber wer wechselt in einem reißenden Strom schon die Rösser? Und wer macht sich schon sonntags wirklich Gedanken? Peter Hahne nie.
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