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Sonntag, 19. Juni 2011

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Liberale Bildungspolitik


Sigmar Gabriel kümmert sich um das Kindeswohl?
Der ewige SPD-Hoffnungsträger


Die Hamburger Presse-Presse
Meinungsfreiheitsgegner bei Gericht

Enthüllungsjournalist Tjaden erklärt:
Darum ist der Klimagipfel kein
großer Erfolg geworden
Weg mit dem Schnee

Lesen oder nicht lesen?
Von Redakteuren und Philosophen

Samstag, 19. Dezember 2009

Enthüllungsjournalist zum Klimagipfel

19. Dezember 2009
Schnee muss weg - Erderwärmung soll steigen

In Deutschland schneit es. Die Schneemassen wachsen. Darüber freuen sich die Kinder. Sie liefern sich Schneeballschlachten, rodeln Hügel hinunter und bauen Schneemänner. Ältere Menschen dagegen trauen sich nicht mehr aus dem Haus, haben Angst vor Stürzen, plündern ihre Kühlschränke und Kühltruhen. Bald wird die letzte Büchse im Vorratskeller geöffnet sein.

Deshalb hat sich Professor Dr. Werner Winterade aus Holzminden an die Staatsfrauen und Staatsmänner in Kopenhagen gewendet. In einem dramatischen Appell an den Klimagipfel fordert er eine Umkehr bis 2030. Dann - so schreibt der Ökonom - werde es in Deutschland so viele über 60-Jährige geben wie unter 60-Jährige. Schneie es dann im Winter immer noch, könne die Hälfte der Bevölkerung aus Altersgründen nicht mehr einkaufen, während die andere Hälfte der Bevölkerung von 7 bis 22 Uhr Ganztagsschulen besuche oder täglich in vier verschiedenen Betrieben Kurzarbeit mache und deshalb als Einkaufshelferinnen und Einkaufshelfer für Seniorinnen und Senioren ausfalle. Der Professor merkt zwar an, dass der Hungertod von mehreren Millionen Betagter gut sein könne für die Alterspyramide, aber aus humanitären Gründen könne er dem nicht tatenlos zuschauen.

Also fordert Werner Winterade den Abschied von einer Erderwärmung um 2 Grad, angestrebt werden müsse eine Erderwärmung um 5 bis 6 Grad. Dann schneie es nicht mehr. Ältere Menschen müssten auch im Winter vor keinem Einkaufsbummel mehr zurückschrecken.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat diesen Vorschlag sofort energisch zurückgewiesen. Sie erinnerte daran, dass in schneereichen Wintern die Umsätze der Schneeschieber-Industrie steigen. Diese Branche sei eine wichtige Säule des Aufschwungs. Was der Professor aus Holzminden zur Alterspyramide sage, sei zwar zutreffend, aber auch für sie als Christin sei der Hungertod von Seniorinnen und Senioren nicht hinnehmbar. Es müsse also eine andere Lösung gefunden werden, zumal auch sie in 20 Jahren zu den über 60-Jährigen gehöre.

Der Interessenverband deutscher Eiscafés vornehmlich in italienischer Hand warf daraufhin der Bundeskanzlerin wirtschaftlichen Unverstand vor. Die gleiche Meinung vertrat die Getränkeindustrie, die sich von einer Erderwärmung um fünf bis sechs Grad gleichfalls rosige Umsatzzeiten erhofft. Die Schneeschieber-Industrie lud eilends in Leer (Ostfriesland) zu einer Pressekonferenz ein und stellte bei dieser Gelegenheit die neuesten Schneeschieber vor, mit denen die Räumarbeit kinderleicht gemacht werde. Außerdem sei die Produktion dieser Neuheiten völlig schadstofffrei. Sie erfolge in Handarbeit. Verwendet werde - so ein Sprecher - nur deutsches Holz.

Gewerkschafts- und Kirchenvertreter gaben zwischenzeitlich zu bedenken, dass es auch in ihren Organisationen hin und meistens wieder zu atmosphärischen Störungen komme, aber das habe mit CO2 nichts zu tun. Da der Professor aus Holzminden weder Gewerkschaftsmitglied noch getauft sei, werde man zu dem Appell von Werner Winterade keine Stellung beziehen, zumal es wissenschaftlich noch gar nicht erwiesen sei, dass 2030 genau die Hälfte der Bevölkerung über 60 und genau die Hälfte der Bevölkerung unter 60 sei. Abweichungen nach oben oder unten seien sowohl hier als auch dort durchaus möglich. Nicht hingenommen werden könne weder von den Kirchen noch von den Gewerkschaften, dass 2030 eine bislang nicht überschaubar große Zahl von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern täglich in vier Betrieben Kurzarbeit mache. Drei seien durchaus ausreichend.

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen tippte 30 Minuten später in Burgdorf bei Hannover am heimischen Schreibtisch eine Pressemitteilung auf zwei Seiten Papier, in der sie mitteilt, dass sie zumindest sechs Monate im Amt bleibe, bevor sie in das nächste Ministerium wechsele, weil sie sich schon heute kaum noch merken könne, in welches Gebäude sie morgens gehe müsse, um ihren Arbeitsplatz zu erreichen. Diese Verweildauer einer Politikerin in einem Ministerium sei mittlerweile zwar nicht mehr selbstverständlich, für selbstverständlich halte sie es aber, dass jeder Vorschlag geprüft werden müsse. Das gelte auch für die Thesen von Professor Dr. Werner Winterade, zumal dieser Wissenschaftler wie auch sie aus Niedersachsen stamme.

Barack Obama erklärte vor seiner Abreise aus Kopenhagen, dass für Angela Merkel trotz der von Deutschland aus entfachten Diskussion gelte müsse: „Yes, we can!“ Aber eben erst later. Dafür soll er im nächsten Jahr von einer internationalen Umweltschutzorganisation eine sehr begehrte Auszeichnung bekommen. Auf diese Mitteilung hat Angela Merkel mit großer Freude reagiert: „Vielleicht ist das der Durchbruch.“ Man sehe sich also 2010 wieder. Bis dahin werde die von ihr geführte Bundesregierung so viele Steuern sparen, dass genügend Geld für jedes Klimaziel vorhanden sei.

Samstag, 10. Oktober 2009

Nobelpreis: Jetzt bin ich dran!

10. Oktober 2009
Mike und ich fahren nach Oslo

Nächstes Jahr bekomme ich den Literaturnobelpreis. Dafür darf mich mein Agent (den ich mir allerdings erst noch zulegen muss) auch früh am Morgen aus dem Schlaf reißen. Macht sonst mein Hund. Als Tag der überraschenden Nachricht schlage ich den 10. Oktober 2010 vor. Ist Welthundetag. Wenn mich mein Agent wecken würde, würde Mike etwas länger schlafen. Dann hätten wir beide etwas von Oslo.

Anschließend würde mein Literaturagent an die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” schreiben. “Upps!” würde er sich kurz fassen und schon würde in der Redaktion das große Rätselraten beginnen: “Tjaden, wer ist das denn?” Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich bei den 126 Leserinnen und Lesern bedanken, die in diesem Jahr bei www.lulu.com ein Buch von mir gekauft haben.

Für die bin ich ebenfalls ein Hoffnungsträger. Als Autor, der beim Lesen für Schmunzeln sorgt. Nicht immer. Von mir gibt es nicht nur ironische Erzählungen, sondern auch Sachbücher - über die Neuapostolische Kirche (NAK) beispielsweise, in der immer noch ein Gedicht kursiert, mit dem ehemalige Mitglieder auf das Schafott des Teufels gewünscht werden, während Thomas Utsch von der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen darauf hofft, dass die in 50 Jahren noch vorhandenen beiden NAK-Mitglieder endlich Schluss machen mit Sektiererei. Dann wird sich so was von gegen den Islam gestemmt, dass sich auch Banker nicht mehr mit dem Kopftuchproblem beschäftigen müssen.

Mit Barack Obama verbinden mich übrigens zwei Dinge: Jeden 15. stehe ich an der finanziellen Klagemauer, wenn mein Neffe bei mir mit neuen PC-Spielen auftaucht, führe ich Abrüstungsverhandlungen. Mit ähnlichem Erfolg.

Sobald im nächsten Jahr die Literaturnobelpreis-Nachricht um die Welt gejagt wird, beginnt der Run auf meine Bücher. Deswegen mein Rat: Schon jetzt lesen! Denn: Wer zu spät bestellt, den bestraft der Ausverkauf! Wäre doch schade: Mike und ich sind in Oslo und Sie kennen mich nicht…