24. November 2009
Frank Schirrmacher hat Recht!
Das Internet schlägt aufs Gehirn, der Rest wird von der „Machtmaschine“ google so lange verarbeitet, bis niemand mehr weiß, was alle anderen wissen, die aber auch nicht wissen, was man über sie weiß. Behauptet Frank Schirrmacher in Talkshows. Dort ist der Herausgeber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zu Gast, weil er das Buch „Payback“ geschrieben hat. Sollen wir es ihm zurück zahlen und behaupten, dass hinter seiner Zeitung nicht immer ein kluger Kopf steckt?
Machen wir nicht. Denn: Der Mann hat Recht! Sonst würde er auch keine rechte Zeitung herausgeben, die Althergebrachtes für gut und Neues für gefährlich hält. Wie gefährlich das Internet sein kann, weiß ich aus eigener Erfahrung seit mein Neffe unter meinem Schreibtisch mit meinem Hund gespielt hat. Diese Balgerei endete erst, als dem Kleinen mein Rechner auf den Kopf gefallen war. Danach stand für mich fest: Das Internet schlägt aufs Gehirn.
Recht hatten übrigens vor Jahrhunderten auch jene Warner in der Medienwüste, die sich wegen der Gefährlichkeit des Buches Sorgen machten. Wer in einer Ecke sitze und lese - schrieben sie und auch damals hörte kaum jemand hin -, werde mit Einsamkeit bestraft. Er versinke gleichermaßen in der Lektüre und verliere so den Kontakt zu seinen Zeitgenossinnen und Zeitgenossen. Gut sei ein Buch nur für eines: Man könne damit einen wackeligen Tisch stabilisieren.
Mit Computern ähnlich zu verfahren, schlägt Frank Schirrmacher allerdings nicht vor. Das soll jetzt aber keine Kritik sein. Denn Recht hatten auch die Kirchen, als sie wegen Rock´n´Roll und später wegen rückwärts gespielter Platten Alarm schlugen. Der Teufel lauerte - wie wir inzwischen alle wissen - bei jedem Auftritt der Stones hinter dem Schlagzeuger und in verschlüsselten Botschaften.
Da uns all dies mittlerweile bekannt ist, müssen wir auch Frank Schirrmacher loben, der uns wie seine Vorwarner immer wieder klar macht: Wirklich schön ist es nur gewesen, als wir noch in Höhlen lebten und dachten, die Erde sei das Zentrum der Welt. Galileo Galilei soll 1633 zwar gesagt haben „Und die Erde, sie bewegt sich doch“ - aber seit „Payback“ wissen wir: Das muss nicht so bleiben…
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Dienstag, 24. November 2009
Samstag, 10. Oktober 2009
Nobelpreis: Jetzt bin ich dran!
10. Oktober 2009
Mike und ich fahren nach Oslo
Nächstes Jahr bekomme ich den Literaturnobelpreis. Dafür darf mich mein Agent (den ich mir allerdings erst noch zulegen muss) auch früh am Morgen aus dem Schlaf reißen. Macht sonst mein Hund. Als Tag der überraschenden Nachricht schlage ich den 10. Oktober 2010 vor. Ist Welthundetag. Wenn mich mein Agent wecken würde, würde Mike etwas länger schlafen. Dann hätten wir beide etwas von Oslo.
Anschließend würde mein Literaturagent an die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” schreiben. “Upps!” würde er sich kurz fassen und schon würde in der Redaktion das große Rätselraten beginnen: “Tjaden, wer ist das denn?” Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich bei den 126 Leserinnen und Lesern bedanken, die in diesem Jahr bei www.lulu.com ein Buch von mir gekauft haben.
Für die bin ich ebenfalls ein Hoffnungsträger. Als Autor, der beim Lesen für Schmunzeln sorgt. Nicht immer. Von mir gibt es nicht nur ironische Erzählungen, sondern auch Sachbücher - über die Neuapostolische Kirche (NAK) beispielsweise, in der immer noch ein Gedicht kursiert, mit dem ehemalige Mitglieder auf das Schafott des Teufels gewünscht werden, während Thomas Utsch von der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen darauf hofft, dass die in 50 Jahren noch vorhandenen beiden NAK-Mitglieder endlich Schluss machen mit Sektiererei. Dann wird sich so was von gegen den Islam gestemmt, dass sich auch Banker nicht mehr mit dem Kopftuchproblem beschäftigen müssen.
Mit Barack Obama verbinden mich übrigens zwei Dinge: Jeden 15. stehe ich an der finanziellen Klagemauer, wenn mein Neffe bei mir mit neuen PC-Spielen auftaucht, führe ich Abrüstungsverhandlungen. Mit ähnlichem Erfolg.
Sobald im nächsten Jahr die Literaturnobelpreis-Nachricht um die Welt gejagt wird, beginnt der Run auf meine Bücher. Deswegen mein Rat: Schon jetzt lesen! Denn: Wer zu spät bestellt, den bestraft der Ausverkauf! Wäre doch schade: Mike und ich sind in Oslo und Sie kennen mich nicht…
Mike und ich fahren nach Oslo
Nächstes Jahr bekomme ich den Literaturnobelpreis. Dafür darf mich mein Agent (den ich mir allerdings erst noch zulegen muss) auch früh am Morgen aus dem Schlaf reißen. Macht sonst mein Hund. Als Tag der überraschenden Nachricht schlage ich den 10. Oktober 2010 vor. Ist Welthundetag. Wenn mich mein Agent wecken würde, würde Mike etwas länger schlafen. Dann hätten wir beide etwas von Oslo.
Anschließend würde mein Literaturagent an die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” schreiben. “Upps!” würde er sich kurz fassen und schon würde in der Redaktion das große Rätselraten beginnen: “Tjaden, wer ist das denn?” Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich bei den 126 Leserinnen und Lesern bedanken, die in diesem Jahr bei www.lulu.com ein Buch von mir gekauft haben.
Für die bin ich ebenfalls ein Hoffnungsträger. Als Autor, der beim Lesen für Schmunzeln sorgt. Nicht immer. Von mir gibt es nicht nur ironische Erzählungen, sondern auch Sachbücher - über die Neuapostolische Kirche (NAK) beispielsweise, in der immer noch ein Gedicht kursiert, mit dem ehemalige Mitglieder auf das Schafott des Teufels gewünscht werden, während Thomas Utsch von der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen darauf hofft, dass die in 50 Jahren noch vorhandenen beiden NAK-Mitglieder endlich Schluss machen mit Sektiererei. Dann wird sich so was von gegen den Islam gestemmt, dass sich auch Banker nicht mehr mit dem Kopftuchproblem beschäftigen müssen.
Mit Barack Obama verbinden mich übrigens zwei Dinge: Jeden 15. stehe ich an der finanziellen Klagemauer, wenn mein Neffe bei mir mit neuen PC-Spielen auftaucht, führe ich Abrüstungsverhandlungen. Mit ähnlichem Erfolg.
Sobald im nächsten Jahr die Literaturnobelpreis-Nachricht um die Welt gejagt wird, beginnt der Run auf meine Bücher. Deswegen mein Rat: Schon jetzt lesen! Denn: Wer zu spät bestellt, den bestraft der Ausverkauf! Wäre doch schade: Mike und ich sind in Oslo und Sie kennen mich nicht…
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