16. März 2010
Heuschrecken nagen am Häuserbestand
Das ist die Treurealität: Heuschrecken nagen am Häuserbestand in Deutschland, fressen sich satt in Kiel und Wilhelmshaven, in Hannover und Frankfurt am Main, in Halle und Leipzig, auch in Krefeld und in Dortmund.
“Betroffen sind 1587 Wohnungen in Dortmund: 654 in Westerfilde, 372 in Nette, 262 im Jungferntal. 229 in Huckarde und 70 in Hörde”, melden die “Ruhrnachrichten” am 6. November 2009.
“Deininghausen. Es geht also doch! Beim nächsten Runden Tisch in Deininghausen am Mittwoch, 25. März, wird Treureal vor Ort sein. Die Mietverwaltung in Essen und die Zentrale in Mannheim haben sich jetzt im Stadtteilbüro gemeldet”, freuen sich die “Ruhrnachrichten” am 23. März 2009.
Die Heuschrecken tragen fantasievolle Namen wie Anjas Erste Property, die in London gezüchtet wird und in Frankfurt lebt, Griffin Rhein-Ruhr, die aus Dänemark heranschwirrt, Deutsche Annington, die sich satt frisst bis auf den blanken Estrich in der Wohnung einer 82-Jährigen in Frankfurt-Griesheim, seit nach einem Wasserschaden der Teppichboden herausgerissen worden ist. "Die Beschwerden der Seniorin verhallten ungehört", meldet der Hessische Rundfunk online am 14. August 2009.
60 000 Wohneinheiten im Bundesgebiet
Verwaltet wird die Beute von Treureal mit Sitz in Mannheim. Über 60 000 Wohneinheiten im Bundesgebiet. Viele vergammeln, Aufzüge stehen vorübergehend still in Gelsenkirchen, Dortmund und Castrop-Rauxel, weil Handwerkerrechnungen nicht bezahlt werden können. Falsche Mahnungen flattern in die Häuser, fristlose Kündigungen, die irgendwann wieder zurückgenommen werden. Treureal erklärt das gelegentlich mit "Datensalat", der nach einem Eigentümerwechsel serviert wird.
Der Bürgermeister von Castrop-Rauxel heißt Johannes Beisenherz. Mit den "Ruhrnachrichten" vom 23. März 2009 hat er darauf gehofft, dass Heuschrecken nicht nur ihren Appetit stillen wollen.
Bürgermeister schreibt offenen Brief
Fast acht Monate später ist diesem Sozialdemokraten der Kragen geplatzt. Johannes Beisenherz schreibt am 18. November 2009 einen offenen Brief an die Eigentümerin: "In den letzten Tagen haben mich viele sehr viele Briefe von Mietern aus Ihren Häusern erreicht, die mir aus meiner Sicht über völlig unzumutbare Zustände aus den Häusern berichten." Die Liste der Mängel ist lang.
In der Nordseestadt Wilhelmshaven fliegen gleich zwei Heuschrecken herum: Anjas Erste Property und die Deutsche Annington. Im Rathaus scheinen die noch nicht gesichtet worden zu sein. Mieterinnen und Mieter der Deutschen Annington wehren sich gemeinsam gegen falsche Abrechnungen, Anjas Erste Property nistet sich in immer mehr Straßen in der City und in Citynähe ein, in einem der Häuser wird das Treppenhaus seit Monaten nicht mehr gereinigt. Treureal schaut tatenlos zu, das Wilhelmshavener Gesundheitsamt sagt: "Wir können erst etwas tun, wenn die Ratten kommen."
In Westerfilde kommen angeblich demnächst die Handwerker. Hofft die "Recklinghäuser Zeitung" am 26. Februar 2010 mit über 60 Mieterinnen und Mietern, die an einer Versammlung des Mieterbeirats Westerfilde teilnehmen: "Die Griffin Rhein-Ruhr GmbH will ...investieren. Noch in diesem Jahr." Dazu ein Mieter: "Wir können das schon gar nicht mehr glauben."
Mängel bleiben
Zweifel sind berechtigt. Manchmal schmatzen Heuschrecken nur laut. Wie die Deutsche Annington als größtes deutsches Wohnungsunternehmen, das allein in Frankfurt rund 11 000 Projekte besitzt. Viele sind marode. Eine Rechtsberaterin des Mieterschutzvereins weiß laut Hessischer Rundfunk online: "Ich kann aus meinem Beratungsbereich durchaus bestätigen, dass es immer wieder vorkommt, dass mitgeteilte Mängel nicht oder nicht in angemessener Zeit beseitigt werden."
Beschwerden darüber hagelt es auch im Internet. Wortmeldungen in einem Annington-Forum füllen inzwischen 68 DIN-A4-Seiten. In einem anderen Portal macht sich "Gänseblümchen" weitergehende Gedanken: "Wenn unsere Regierung dem Treiben nicht ein Ende setzt, sehe ich schwarz für unser Land und den sozialen Frieden."
19. März 2010
Treureal ist Job los
Wilhelmshaven - 19. März 2010 (tj). Wird´s nun besser? Die Treureal als Verwalterin der Häuser von Anjas Erster Property hat offenbar genug negative Schlagzeilen gemacht. Den Job in Wilhelmshaven ist sie los. Die Häuser in der Margareten-, Bismarck-, Park-, Viktoria-, Freiligrath-, Grenz-, Peter-, Werft- und in der Krummen Straße, im Mühlen- und im Börgenweg werden nun von der Accord Group verwaltet. Dabei handelt es sich um ein Unternehmen von Anjas Erster Property.
26. März 2010
Treureal-Pressesprecher antwortet
Hier lesen
30. März 2010
Welt nicht mehr in Ordnung
Düren. Seit 30 Jahren lebt Willem Caenen mit seiner Frau Elisabeth in der Wohnsiedlung an der Rütger-von-Scheven-Straße. «Damals war die Welt noch in Ordnung», erinnert sich Caenen an die Zeit, in der die Siedlung, die 1953 als öffentlich geförderter Wohnraum entstanden ist, noch nicht im Besitz von internationalen Finanzinvestoren war.
http://www.an-online.de/lokales/dueren-detail-an/1238789?_g=Missstaende:-Hausbewohner-wehren-und-organisieren-sich
Immer nur Ärger
„Nichts als Ärger gibt es mit der Treureal. Obwohl ich seit 45 Jahren regelmäßig meine Miete und die Nebenkosten bezahle und mir nie etwas zuschulden kommen ließ“, berichtet ein Betroffener. Schlaflose Nächte habe ihm die pampige Post von Zelos bereitet. Die zuständige Sachbearbeiterin der Firma in Berlin war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
http://www.ksta.de/html/artikel/1264185959173.shtml
19. Dezember 2010
Immer neue Namen
Die Verwaltungen kommen und gehen.
Hier lesen
1. April 2011
Mail an die Staatsanwaltschaft in Kaiserslautern
Sehr geehrte Damen und Herren,
seit Jahren beschäftige ich mich mit dieser "Heuschrecke", die nicht nur in Kaiserslautern Häuser vergammeln lässt. Das geschieht auch in vielen anderen Städten.
Mehrmals habe ich auf Readers Edition über diesen Finanzinvestor berichtet, mein jüngster Bericht in diesem Portal
https://www.readers-edition.de/2010/03/16/treureal-macht-ueberall-negative-schlagzeilenpetition-geplant
Meine Artikel führten zu vielen Reaktionen. Nicht nur bei Readers Edition, sondern auch hier
http://obkandidattjaden.blogspot.com/2010/10/heuschrecke.html
Sowohl Treureal und jetzt die Apex als Verwalter tun lediglich so, als würden sie Schäden beseitigen wollen. Untätigkeit wird mit Geldmangel begründet, die Eigentümer machten einfach kein Geld locker.
http://tjadenzickt.blogspot.com/search/label/Treureal
Die Zuständigen wechseln laufend, wochenlang ist niemand erreichbar, über die Zukunft werden nur Andeutungen gemacht. So sagte der Verwalter in Wilhelmshaven kürzlich: "Ob ein Handwerker kommt, weiß ich nicht. Wenn die kein Geld bekommen..."
Wie es aussieht, werden die Ermittlungen wohl ausgedehnt werden müssen.
Ein aktueller Bericht
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Freitag, 1. April 2011
Donnerstag, 11. März 2010
Anjas Erste Property
10. März 2010
Hausverwaltung mit größeren Mängeln
Anjas Erste Property mit Sitz in Frankfurt kauft Häuser in Deutschland, verwaltet werden sie von Treureal mit Sitz in Mannheim. Die Klagen über diesen Verwalter häufen sich, angestimmt wird von Mieterinnen und Mietern so manches Klagelied über beharrliches Schweigen, wenn Mängel angezeigt werden, und über fehlerhafte Abrechnungen.
Tolldreistes geschieht auch nach einem Hauskauf am 1. April 2007. Die Mieterinnen und Mieter eines Mehrfamilienhauses in Wilhelmshaven bekommen an diesem Tag von dem bisherigen Eigentümer eine Mitteilung über den Verkauf. Wochenlang wird gerätselt: Wer ist der neue Eigentümer? Das erfahren die Mieterinnen und Mieter am 15. Mai 2007. Die Hälfte hat zwei Schreiben im Briefkasten: eins zum neuen Eigentümer, eins als fristlose Kündigung wegen angeblicher Mietrückstände. Sofort wird Protest angemeldet: "Wir haben die Miete für April und Mai an den alten Eigentümer überwiesen, weil wir den neuen noch nicht gekannt haben."
Zu den fristlos Gekündigten gehört Hans M. (Name geändert) Ein paar Tage später wird die fristlose Kündigung wieder zurückgenommen. Schon beim alten Eigentümer hat Hans M. mit dessen Einwilligung die Miete gekürzt, weil Mängel in der Wohnung nicht behoben werden, Mietkürzungen nimmt er nach entsprechender Nachricht an Treureal weiter vor. Über zweieinhalb Jahre wird dazu geschwiegen.
Jetzt bekommt Hans M. die zweite fristlose Kündigung. Angeblicher Mietrückstand: über 3000 Euro. Sofort rechnet er Treureal vor, dass diese Summe nicht stimmen kann, denn: Wenn der Mietrückstand mit der Mietkürzung begründet werde, gebe er erst einmal zu bedenken, dass er im Januar 2009 von Treureal die freudige Nachricht erhalten habe: In diesem Monat müssen Sie nur 35 Euro zahlen, weil ein Guthaben existiert. Rechne er ab Februar 2009 komme er auf 13 Monate, die seither vergangen sind. 92,50 Euro monatliche Mietkürzung mal 13 mache 1202,50 Euro.
Darauf reagiert Treureal weder telefonisch noch schriftlich. Bis das geschieht, kann durchaus wieder ein Jahr vergehen, wie bei einer Nebenkostenabrechnung mit einer Nachzahlungsforderung. Die begleicht Hans M. am 12. Dezember 2007. Ein Jahr später behauptet Treureal, das Geld nicht bekommen zu haben. Auf einen entsprechenden Widerspruch reagiert der Verwalter wiederum ein Jahr später mit der Behauptung, die Forderung bestehe weiter. Da hilft auch keine Kopie des Kontoauszugs...
11. März 2010
Protokoll einer Wohnungsübergabe
11. März 2010, 8.30 Uhr, Hans M. soll seine Wohnung übergeben, dazu ist er per fristloser Kündigung aufgefordert worden. Dagegen legte er Widerspruch ein, darauf bekam er von Treureal aus Hamburg keine Antwort.
8.25 Uhr: Hans M. geht auf Beobachtunsposten, hat seine Wohnung und den Parkplatz vor dem Haus im Blick. Dort steht ein blaues Fahrzeug mit Mannheimer Kennzeichen, auf der Fahrer- und auf der Beifahrertür steht "Treureal". Eine Frau und ein Mann stehen hinter dem Fahrzeug, unterhalten sich, gehen rechts vom Haus auf und ab.
8.35 Uhr: Hans M. verlässt seinen Beobachtungsposten, geht in seine Wohnung, frühstückt.
9.00 Uhr: Hans M. verlässt das Haus, das blaue "Treureal"-Fahrzeug steht immer noch auf dem Parkplatz, die Frau und der Mann sitzen im Auto, rühren sich nicht. Hans M. radelt los.
10 Uhr, Hans M. kehrt zurück, das "Treureal"-Auto ist verschwunden. Er öffnet seinen Briefkasten, denkt: "Vielleicht haben die mir einen Brief hinterlassen, in dem sie auf meinen Widerspruch reagieren und mitteilen, wann die Mängel in meiner Wohnung beseitigt werden." Der Briefkasten von Hans M. ist leer.
Hausverwaltung mit größeren Mängeln
Anjas Erste Property mit Sitz in Frankfurt kauft Häuser in Deutschland, verwaltet werden sie von Treureal mit Sitz in Mannheim. Die Klagen über diesen Verwalter häufen sich, angestimmt wird von Mieterinnen und Mietern so manches Klagelied über beharrliches Schweigen, wenn Mängel angezeigt werden, und über fehlerhafte Abrechnungen.
Tolldreistes geschieht auch nach einem Hauskauf am 1. April 2007. Die Mieterinnen und Mieter eines Mehrfamilienhauses in Wilhelmshaven bekommen an diesem Tag von dem bisherigen Eigentümer eine Mitteilung über den Verkauf. Wochenlang wird gerätselt: Wer ist der neue Eigentümer? Das erfahren die Mieterinnen und Mieter am 15. Mai 2007. Die Hälfte hat zwei Schreiben im Briefkasten: eins zum neuen Eigentümer, eins als fristlose Kündigung wegen angeblicher Mietrückstände. Sofort wird Protest angemeldet: "Wir haben die Miete für April und Mai an den alten Eigentümer überwiesen, weil wir den neuen noch nicht gekannt haben."
Zu den fristlos Gekündigten gehört Hans M. (Name geändert) Ein paar Tage später wird die fristlose Kündigung wieder zurückgenommen. Schon beim alten Eigentümer hat Hans M. mit dessen Einwilligung die Miete gekürzt, weil Mängel in der Wohnung nicht behoben werden, Mietkürzungen nimmt er nach entsprechender Nachricht an Treureal weiter vor. Über zweieinhalb Jahre wird dazu geschwiegen.
Jetzt bekommt Hans M. die zweite fristlose Kündigung. Angeblicher Mietrückstand: über 3000 Euro. Sofort rechnet er Treureal vor, dass diese Summe nicht stimmen kann, denn: Wenn der Mietrückstand mit der Mietkürzung begründet werde, gebe er erst einmal zu bedenken, dass er im Januar 2009 von Treureal die freudige Nachricht erhalten habe: In diesem Monat müssen Sie nur 35 Euro zahlen, weil ein Guthaben existiert. Rechne er ab Februar 2009 komme er auf 13 Monate, die seither vergangen sind. 92,50 Euro monatliche Mietkürzung mal 13 mache 1202,50 Euro.
Darauf reagiert Treureal weder telefonisch noch schriftlich. Bis das geschieht, kann durchaus wieder ein Jahr vergehen, wie bei einer Nebenkostenabrechnung mit einer Nachzahlungsforderung. Die begleicht Hans M. am 12. Dezember 2007. Ein Jahr später behauptet Treureal, das Geld nicht bekommen zu haben. Auf einen entsprechenden Widerspruch reagiert der Verwalter wiederum ein Jahr später mit der Behauptung, die Forderung bestehe weiter. Da hilft auch keine Kopie des Kontoauszugs...
11. März 2010
Protokoll einer Wohnungsübergabe
11. März 2010, 8.30 Uhr, Hans M. soll seine Wohnung übergeben, dazu ist er per fristloser Kündigung aufgefordert worden. Dagegen legte er Widerspruch ein, darauf bekam er von Treureal aus Hamburg keine Antwort.
8.25 Uhr: Hans M. geht auf Beobachtunsposten, hat seine Wohnung und den Parkplatz vor dem Haus im Blick. Dort steht ein blaues Fahrzeug mit Mannheimer Kennzeichen, auf der Fahrer- und auf der Beifahrertür steht "Treureal". Eine Frau und ein Mann stehen hinter dem Fahrzeug, unterhalten sich, gehen rechts vom Haus auf und ab.
8.35 Uhr: Hans M. verlässt seinen Beobachtungsposten, geht in seine Wohnung, frühstückt.
9.00 Uhr: Hans M. verlässt das Haus, das blaue "Treureal"-Fahrzeug steht immer noch auf dem Parkplatz, die Frau und der Mann sitzen im Auto, rühren sich nicht. Hans M. radelt los.
10 Uhr, Hans M. kehrt zurück, das "Treureal"-Auto ist verschwunden. Er öffnet seinen Briefkasten, denkt: "Vielleicht haben die mir einen Brief hinterlassen, in dem sie auf meinen Widerspruch reagieren und mitteilen, wann die Mängel in meiner Wohnung beseitigt werden." Der Briefkasten von Hans M. ist leer.
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