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Sonntag, 19. Juni 2011

Zickereien-Übersicht

NAK-Elend
Unternehmerisches Denken

Offener Brief
An eine Bürgerrechtlerin

Wieder geht ein Jahr
Geht´s noch?

Langweiler des Monats
Arbeitet im Jugendamt von Münster

Richter Schulz
Erwecken Sie bloß keinen Eindruck!

Virginia und das Jugendamt

Wenn ein europäischer Verein anruft

Kampf gegen Windmühlenflügel

Das virtuelle Dorf

Warten auf Godot

Ausbeutung

Verfassungsgegner werden

Nur Geld zählt

Mit dem Zweiten fickt man besser

Und ewig grüßt das Murmeltier

"Ganz andere Mächte" im Kopp-Verlag

Kosten: 250 000 Euro

Rauchen verboten

Keine Schiris mehr bei WM

Müller-Hohenstein entweicht verheerender Satz

Sarrazin. Ein Mann wird immer dümmer

Lena gewinnt in Oslo - Rauschen im Blätterwald

Wahre Werbung

Geschnatter

Herzlos-Kinderheim

Katholische Kirche vertuscht Verbrechen
Heuchelei

Ausländerhetze: Neue Bundesfamilienministerin mischt mit
Kristina Köhler "goldig"?

Die FDP weiß, was Eltern wollen sollen
Liberale Bildungspolitik


Sigmar Gabriel kümmert sich um das Kindeswohl?
Der ewige SPD-Hoffnungsträger


Die Hamburger Presse-Presse
Meinungsfreiheitsgegner bei Gericht

Enthüllungsjournalist Tjaden erklärt:
Darum ist der Klimagipfel kein
großer Erfolg geworden
Weg mit dem Schnee

Lesen oder nicht lesen?
Von Redakteuren und Philosophen

Montag, 15. März 2010

Petrus spinnt

Bald ein Seehund?
Foto: Tjaden










15. März 2010

So weit,

lieber Petrus,

ist es gekommen. Mein Hund schult auf Seehund um. Besucht einen Kursus an der Volkshochschule (VHS). Lässt sich mit dem Taxi hinfahren, weil es ohne Unterlass regnet. Mal weniger - meistens mehr. Die Taxifahrten gehen ins Geld. Sollte ich mich weigern, die trockene Anreise zu finanzieren, droht Mike - so heißt mein Hund - mit der Einschaltung des Tierschutzvereins.

Wie man meine Toilette benutzt, hat mein Hund inzwischen gelernt. Manchmal rutscht Mike noch mit dieser oder jener Pfote von der Toilettenbrille ab, aber von Regentag zu Regentag sinkt seine Unfallrate. Gehe ich zur Wohnungstür, versteckt sich Mike hinter Sofakissen. Er will nicht mehr raus. Dort trifft man auch kaum noch Hundedamen. Und wenn, dann schnüffeln sie nicht, sie treiben von Pfütze zu Pfütze an einem vorbei.

Lieber Petrus, wir schreiben den 15. März 2010. Ist Frühling. Eigentlich. In Deutschland gibt es vier Jahreszeiten. Früher. Hast du die Jahreszeiten verlegt, wie ältere Menschen hin und wieder ihre Brille verlegen und nach zwei Stunden feststellen: Sie sitzt auf der Nase?

Sollen wir uns einen jüngeren Wettergott suchen, der sich noch auskennt mit Winter (Schnee, Frost), Frühling (Blumen, Sonne), Sommer (Strand, Schweiß auf der Stirn) und Herbst (Bunte Blätter, Ernte)? Oder müssen wir wie 1985 die "Bild"-Zeitung einschalten, damit du per Schlagzeile "Petrus spinnt" daran erinnert wirst, was ein Wettergott zu tun und was er zu lassen hat?

Wenn wir dir einen Klempner schicken sollen, damit der den Wasserhahn repariert, dann sag Bescheid. Aber schnell.

Montag, 12. Oktober 2009

Bedenkenträger


12. Oktober 2009
Dann machen wir mal eine Machbarkeitsstudie

Mein Hund ist ein Stockträger. Sieht er einen, hat er ihn. Viele Zeitgenossen sind Bedenkenträger. Könnte es ein Problem geben, haben sie es. Besonders bei Ideen. Hat jemand eine, wird sie erst einmal daraufhin geprüft, ob diese Idee auch in 150 Jahren noch etwas taugt.


Ist das möglich, wird eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Bei einem Institut. Das verlangt immer einen Vorschuss. 100 000 Euro oder so. Dann dauert´s. Zwei Jahre sind drin. Dann ist die Studie endlich fertig.

Der Bedenkenträger schaut sich das Inhaltsverzeichnis an und sucht nach den Seiten mit Unwägbarkeiten. Sind bei Ideen keine Seltenheit. Die saugt der Bedenkenträger auf wie ein Schwamm. Schon wird ihm die Verantwortung zu schwer, leicht fällt die Idee zum Opfer.

Überlebt jedoch die Idee die Machbarkeitsstudie. kommen die Formularträger. Die schaffen Aktenberge, erklimmen sie und gewinnen von oben herab so manchen Papierkrieg. Der dauert. Zwei Jahre sind drin.

Überlebt die Idee auch den Papierkrieg, kommen die Geldträger. Die wollen eine neue Machbarkeitsstudie. Die erste ist inzwischen zu alt. Geht schnell. Wir leben in Zeiten der Globalisierung. Da haben auch Chinesen oder Japaner Ideen. Das nächste Institut verlangt einen Vorschuss. 100 000 Euro oder so. Dann dauert´s. Zwei Jahre sind drin. Endlich ist die Studie fertig.

Der Bedenkenträger schaut sich das Inhaltsverzeichnis an und sucht nach den Seiten mit Unwägbarkeiten. Sind bei inzwischen über sechs Jahre alten Ideen nicht selten. Die Verantwortung kann der Bedenkenträger nicht mehr übernehmen. Nicht mehr stattfinden: Papierkrieg und die nächste Machbarkeitsstudie.

Immerhin: Mein Hund bleibt ein Stockträger. Sieht er ihn, hat er ihn.

Übrigens: Bedenkenträger sind meistens Hosenträger.