Das neue Kabinett finde ich toll. Das hat personelle Gründe:
Wolfgang Schäuble wird Finanzminister. Finde ich toll, weil: Mit Waffenhändlern trifft der sich immer nur ein Mal. Anschließend vergisst er Schmiergeldzahlungen von 100 000 Euro. Wenn der mehrere solcher Briefumschläge irgendwo gebunkert hat, stopft der jedes Haushaltsloch mühelos. Schattenhaushalte sind nicht nötig.
Karl Theodor zu Guttenberg wird Verteidigungsminister. Finde ich toll, weil: Wenn die Bundeswehr so gut auf ihn hört wie bislang Großkonzerne, wird die Freiheit schon bald nicht mehr am Hindukusch verteidigt, sondern im Hunsrück. Die Soldaten sind also wieder zuhause.
Guido Westerwelle wird Außenminister. Finde ich toll, weil: Mit dem Papst und somit mit dem Vatikan kann er schnell Frieden schließen. Er muss nur sagen: „Ich bin auch nicht mit einer Frau zusammen.“
Ursula von der Leyen bleibt Familienministerin. Finde ich toll, weil: Immer noch betreuen einige Eltern ihre Kinder selbst.
Diese Kritik eines niederländischen Journalisten verstehe ich übrigens nicht.
Montag, 26. Oktober 2009
Samstag, 24. Oktober 2009
Die Foto-Unschuld
24. Oktober 2009
Geschäftsführer benennt Fotografin als Zeugin
In den Einrichtungen der Jugendhilfe Lüneburg dürfen alle tun, was sie wollen? Fürsorgepflicht kennt man dort nicht?
5. September 2009: Ehemalige der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch treffen sich in einem Lüneburger Café. Der Geschäftsführer der Jugendhilfe Lüneburg als Trägerin der Einrichtung ist zu diesem Treffen eingeladen worden. Matthias Lange kommt nicht.
Eine Elfjährige geht mit meinem Hund nach draußen, wird fotografiert, aus dem zweiten Stock einer Außenstelle der Jugendhilfe Lüneburg und der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch, auch ich werde fotografiert, dann weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Fotos macht die Mitarbeiterin Heidrun G.
Ich stelle Strafantrag gegen den Geschäftsführer der Jugendhilfe Lüneburg und gegen den Leiter der Einrichtung, Professor Dr. phil Ruthard Stachowske. Die Staatsanwältin kann nichts Strafbares erkennen, leitet meine Unterlagen aber an das Lüneburger Amtsgericht weiter. Dort reiche ich Zivilklage ein. Die Beklagten müssen auf diese Klage erwidern.
Das hat der Geschäftsführer der Jugendhilfe Lüneburg jetzt getan. Matthias Lange schreibt: „Mit Schreiben vom 1. 9. 2009 (das Schreiben stammt vom 1. 10. 2009, der Verf.) bitten Sie mich um eine schriftliche Stellungnahme zu dem Schreiben von Herrn Hans-Peter Tjaden (ich heiße weiterhin Heinz-Peter Tjaden, der Verf.) aus Wilhelmshaven. Zu den Vorhaltungen ist Folgendes zu sagen: In dem Schreiben von Herrn Tjaden wird mir vorgeworfen, dass ich die von Herrn Tjaden erwähnten Fotos in Auftrag gegeben habe. Einen solchen Auftrag hat es nicht gegeben.“ Als Zeugin benennt er die Mitarbeiterin Heidrun G., die diese Fotos gemacht hat. Keinesfalls bestreitet er, dass Fotos gemacht worden sind.
Eine Stellungnahme des zweiten Beklagten, Ruthard Stachowske, liegt mir noch nicht vor. Benennt der auch Heidrun G. als Zeugin? Das würde bedeuten; Diese Mitarbeiterin wird zur Beklagten. Die bisherigen Beklagten waschen ihre Hände in Foto-Unschuld…
Nun stelle man sich einmal vor: Ich arbeite bei einer Zeitung und verletze als Redakteur Persönlichkeitsrechte. Deshalb wird mein Verleger verklagt und der reagiert wie Matthias Lange, benennt mich als Zeugen und meint, er sei aus dem Schneider, weil er so tut, als wisse er nicht, was in seiner Redaktion geschieht. Damit käme er vor keinem Gericht in Deutschland durch - und ich würde nicht warten, bis ich entlassen werde. Ich würde selbst gehen!
http://familiensteller.blogspot.com/2009/09/therapeutische-gemeinschaft_09.html
Geschäftsführer benennt Fotografin als Zeugin
In den Einrichtungen der Jugendhilfe Lüneburg dürfen alle tun, was sie wollen? Fürsorgepflicht kennt man dort nicht?
5. September 2009: Ehemalige der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch treffen sich in einem Lüneburger Café. Der Geschäftsführer der Jugendhilfe Lüneburg als Trägerin der Einrichtung ist zu diesem Treffen eingeladen worden. Matthias Lange kommt nicht.
Eine Elfjährige geht mit meinem Hund nach draußen, wird fotografiert, aus dem zweiten Stock einer Außenstelle der Jugendhilfe Lüneburg und der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch, auch ich werde fotografiert, dann weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Fotos macht die Mitarbeiterin Heidrun G.
Ich stelle Strafantrag gegen den Geschäftsführer der Jugendhilfe Lüneburg und gegen den Leiter der Einrichtung, Professor Dr. phil Ruthard Stachowske. Die Staatsanwältin kann nichts Strafbares erkennen, leitet meine Unterlagen aber an das Lüneburger Amtsgericht weiter. Dort reiche ich Zivilklage ein. Die Beklagten müssen auf diese Klage erwidern.
Das hat der Geschäftsführer der Jugendhilfe Lüneburg jetzt getan. Matthias Lange schreibt: „Mit Schreiben vom 1. 9. 2009 (das Schreiben stammt vom 1. 10. 2009, der Verf.) bitten Sie mich um eine schriftliche Stellungnahme zu dem Schreiben von Herrn Hans-Peter Tjaden (ich heiße weiterhin Heinz-Peter Tjaden, der Verf.) aus Wilhelmshaven. Zu den Vorhaltungen ist Folgendes zu sagen: In dem Schreiben von Herrn Tjaden wird mir vorgeworfen, dass ich die von Herrn Tjaden erwähnten Fotos in Auftrag gegeben habe. Einen solchen Auftrag hat es nicht gegeben.“ Als Zeugin benennt er die Mitarbeiterin Heidrun G., die diese Fotos gemacht hat. Keinesfalls bestreitet er, dass Fotos gemacht worden sind.
Eine Stellungnahme des zweiten Beklagten, Ruthard Stachowske, liegt mir noch nicht vor. Benennt der auch Heidrun G. als Zeugin? Das würde bedeuten; Diese Mitarbeiterin wird zur Beklagten. Die bisherigen Beklagten waschen ihre Hände in Foto-Unschuld…
Nun stelle man sich einmal vor: Ich arbeite bei einer Zeitung und verletze als Redakteur Persönlichkeitsrechte. Deshalb wird mein Verleger verklagt und der reagiert wie Matthias Lange, benennt mich als Zeugen und meint, er sei aus dem Schneider, weil er so tut, als wisse er nicht, was in seiner Redaktion geschieht. Damit käme er vor keinem Gericht in Deutschland durch - und ich würde nicht warten, bis ich entlassen werde. Ich würde selbst gehen!
http://familiensteller.blogspot.com/2009/09/therapeutische-gemeinschaft_09.html
Freitag, 23. Oktober 2009
Die Geister...
„Gerade in Krisenzeiten“ - wirbt die Neuapostolische Kirche (NAK) von Riedlingen im Mai 2009 für den Besuch einer Veranstaltung - sei das Evangelium besonders wichtig. Fünf Monate später wird das nächste Gebäude verkauft. In Aachen. Beim Evangelischen Kirchentag sagt im Mai 2009 ein Vertreter dieser Glaubensgemeinschaft, man suche die Zusammenarbeit mit den Kirchen, weil man dem Islam „entgegenwirken“ wolle. In Berlin macht man das so: Zwei Gebäude werden an islamische Vereine verkauft.
Beim Europäischen Jugendtag will der derzeitige Kirchenpräsident bei der Aufarbeitung der NAK-Geschichte nicht „in Details“ gehen. Einen öffentlichen Versuch hat es gegeben. Der ist gründlich in die Hose gegangen. Denn eine stichhaltige Begründung dafür, warum in den 1950er-Jahren der damalige Kirchenpräsident behaupten konnte, er werde nicht sterben, weil Jesus zu seinen und zu den Lebzeiten der meisten Mitglieder wieder kommen werde, gibt es nicht. „Wir haben uns damals gegenseitig weh getan“, soll wohl die heutige Zauberformel für irgendwie anders weiter machen sein.
Doch die Geister…Das gilt besonders für ältere NAK-Mitglieder. Die rücken einfach nicht davon ab, dass die evangelische und die katholische Kirche doch noch irgendwie des Teufels sind. Das hat man ihnen schließlich Jahrzehnte lang eingeredet.
Das ist nicht das einzige Problem dieser Glaubensgemeinschaft, die auch andere heiße Eisen nicht gern anpackt: Anfang des vorigen Jahrhunderts war sie glühende Anhängerin des Kaisers, dann willfähriges Werkzeug von Hitler, schließlich Günstling der SED. Ein gutes halbes Jahr vor dem endgültigen Zusammenbruch des Systems reiste der damalige Kirchenpräsident in die DDR und zeigte sich beeindruckt davon, wie geordnet es jenseits der Elbe zugehe. Viel gemerkt haben kann der nicht…
Dann schlägt sich die Neuapostolische Kirche auch noch mit der Alterspyramide herum und große Missionserfolge beispielsweise in Afrika gehören längst der Vergangenheit an. Für junge Leute hat man die Zügel gelockert und die Fohlen galoppieren nun mal dort mal hier hin. Da helfen auch keine Krisenzeiten mehr, auf dem Religionsmarkt gibt es inzwischen derart viele Angebote, die heiß begehrten stehen in anderen Regalen.
Alles hat eben seine Zeit…
Beim Europäischen Jugendtag will der derzeitige Kirchenpräsident bei der Aufarbeitung der NAK-Geschichte nicht „in Details“ gehen. Einen öffentlichen Versuch hat es gegeben. Der ist gründlich in die Hose gegangen. Denn eine stichhaltige Begründung dafür, warum in den 1950er-Jahren der damalige Kirchenpräsident behaupten konnte, er werde nicht sterben, weil Jesus zu seinen und zu den Lebzeiten der meisten Mitglieder wieder kommen werde, gibt es nicht. „Wir haben uns damals gegenseitig weh getan“, soll wohl die heutige Zauberformel für irgendwie anders weiter machen sein.
Doch die Geister…Das gilt besonders für ältere NAK-Mitglieder. Die rücken einfach nicht davon ab, dass die evangelische und die katholische Kirche doch noch irgendwie des Teufels sind. Das hat man ihnen schließlich Jahrzehnte lang eingeredet.
Das ist nicht das einzige Problem dieser Glaubensgemeinschaft, die auch andere heiße Eisen nicht gern anpackt: Anfang des vorigen Jahrhunderts war sie glühende Anhängerin des Kaisers, dann willfähriges Werkzeug von Hitler, schließlich Günstling der SED. Ein gutes halbes Jahr vor dem endgültigen Zusammenbruch des Systems reiste der damalige Kirchenpräsident in die DDR und zeigte sich beeindruckt davon, wie geordnet es jenseits der Elbe zugehe. Viel gemerkt haben kann der nicht…
Dann schlägt sich die Neuapostolische Kirche auch noch mit der Alterspyramide herum und große Missionserfolge beispielsweise in Afrika gehören längst der Vergangenheit an. Für junge Leute hat man die Zügel gelockert und die Fohlen galoppieren nun mal dort mal hier hin. Da helfen auch keine Krisenzeiten mehr, auf dem Religionsmarkt gibt es inzwischen derart viele Angebote, die heiß begehrten stehen in anderen Regalen.
Alles hat eben seine Zeit…
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