Sonntag, 21. Februar 2010

Deutsche Bischofskonferenz

21. Februar 2010
Mail an Pressesprecher/Betr. Flutopferhilfe

Sehr geehrter Herr Pater Dr. Hans Langendörfer,


der Orden der heiligen Maria hilft Flutopfern in Indien. Schwester Viji hat 2006 in Deutschland für die tolle Sache geworben. Darüber berichtete auch die Lüneburger Landeszeitung am 24. März 2006.

http://www.lueneburg-indien.de/site/presse.html

Hervorgehoben wurde der Einsatz von Professor Dr. phil. Ruthard Stachowske für dieses Projekt, das er über seinen Lüneburger Verein "Tsunami Rehabilitation Work Nagapattinam" fördere. Herr Stachowske ist Geschäftsführer dieses Vereins, die Vorsitzende heißt Heidrun G.

Diese beiden Namen tauchen auch im Zusammenhang mit der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch auf, die nach eigenen Angaben seit 1993 familienorientierte Drogentherapie macht. Ruthard Stachowske ist Leiter dieser Einrichtung, Heidrun G. eine Mitarbeiterin.

Ehemalige Patientinnen aus dieser Einrichtung berichten, dass sie für "Fehlverhalten" oder verweigerte Verhütungsmaßnahmen mit Konsequenzgeldern bestraft worden seien. Daran kann nach dem Stand der Dinge kein Zweifel mehr bestehen. Der Leiter der Einrichtung ist Kritik gegenüber aber nicht sehr aufgeschlossen, er hat inzwischen mehrere Verfahren vor dem Landgericht in Hamburg angestrengt, die von einstweiligen Verfügungen über ein Ordnungsmittelverfahren bis hin zu einer Klage reichen. Die Termine veröffentliche ich auf http://familiensteller.blogspot.com/

Die Zahlung von Konsequenzgeldern ist über eidesstattlich abgegebene Erklärungen aktenkundig. Die übereinstimmenden Aussagen lauten: Die Strafgelder der ehemaligen Patientinnen sind als Spenden nach Indien geflossen. Da bleibt ein fader Beigeschmack nicht aus, denn um freiwillig geleistete Zuwendungen für Flutopfer handelt es sich nicht.

Nach meiner Auffassung kann dies nicht im Sinne des Ordens der heiligen Maria sein. Für eine Stellungnahme wäre ich Ihnen sehr dankbar.

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